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44. RWW Herbstwaldlauf in Bottrop – Was eine Kulisse!

Der Titel vermag es vielleicht schon verraten: Es war mal wieder Wettkampf-Zeit! Und diesmal war es wieder ein Heimspiel für mich, denn der Bottroper Herbstwaldlauf verläuft auf einer wunderschönen Wald- und Haldenstrecke an der Prosper Haniel entlang.

Im nächsten Jahr habe ich mir was vorgenommen: Nicht zig Läufe in einem Monat absolvieren, sondern mich auf den schönsten zu konzentrieren. Im November nächsten Jahres wird es sicher der nächste Herbstwaldlauf in Bottrop sein.

Die Strecke

Ich habe beim 6,8 km-(Grubenwehr-)Lauf mitgemacht. Hier führt Start und Ziel vom Gelände der Zeche Prosper Haniel, zu einem langen Waldstück direkt zur Halde die man umrunden muss. Weiter wurden noch die Strecken 10 km, 25 km und 50 km angeboten, welches sogar internationales Publikum anzog. Für meinen Geschmack etwas zuviel an Kilometer, aber da hat ja jeder Läufer seine eigenen Vorlieben.

Die Organisation

Ich sehe hier absolut keine Verbesserungen bei der Orga, dem Team vom Adler Langlauf Bottrop. Dies liegt mitunter auch daran, dass diese Veranstaltung schon lange besteht und man eben reichlich Erfahrungen mitbringen kann. Auf der Strecke war alles gut markiert und die Helfer standen auch an den wichtigsten Punkten bereit, sodass man sich nicht verlaufen konnte. Beim 6,8 km-Lauf war jetzt keine Wasserstelle auf der Strecke, aber bei Temperaturen von 5 Grad benötigt man diese auch nicht wirklich. Am Ende der Strecke gab es dann Getränke für jeden Läufer. Diejenigen die auf den großen Runden unterwegs waren, hatten natürlich mehrere Stellen wie ich an Start/Ziel sah. Es gab zudem kostenlose Urkunden für jeden (auch nicht unbedingt üblich) und eine wunderschöne Finisher-Medaille für jeden Läufer, die qualitativ sehr hochwertig ist.

Die Unterlagen bekam man auch schnell ausgehändigt, zudem waren zahlreiche Stände vor Ort mit Kuchen, Getränken und Merchandise-Artikeln. Weit über 1.700 Läufer waren insgesamt bei der Veranstaltung dabei, was man auf den Parkplätzen auch bemerkt hatte.

So war das Rennen

Der Umwelt zuliebe bin ich aufgrund der heimischen Strecke mal nicht mit dem Auto gefahren, sondern bin zum Wettkampf gelaufen 🙂 Das waren mal eben 3,5 km die ich dann zum Warmlaufen nutzen konnte. Bei 5 Grad Außentemperatur war das aber auch bitter nötig.

Nach weiteren Aufwärmübungen ging ich dann an den Start, was ich aber direkt bemerkte: Es wurde überhaupt nicht voll am Start, wie immer standen zwar die richtig schnellen Läufer vorne mit dabei, aber ein großes Gedränge gab es nicht. Es waren nämlich 322 Läufer, also keine kleine Laufgruppe.

Ich habe es die ganze Strecke etwas ruhiger angehen lassen – dachte ich zumindest – denn 6,8 km bin ich bislang im Wettkampf-Tempo nicht gelaufen. Deswegen auch wieder eine neue Erfahrung für mich, die mir jederzeit bewusst war. Da ich die Strecke aber kannte, wusste ich natürlich wo ich denn am Ende noch einen Platz gut machen könnte. Die Kilometer flogen nur so und ich war etwas irritiert, wie schnell ich denn laufe? Ich wollte doch nur einen schönen, knackigen Lauf in der Heimatstadt absolvieren. Mit meiner Unwissenheit (ich trage keine Sportuhr bei Wettkämpfen), kam ich der Zielgeraden immer näher.

Und dann wurde es spannend

Immer mit dem Blick auf etwaige Gegner, die ins Ziel sprinten, bog ich dann rechts um auf die Zielgeraden. Und da war er dann, der Läufer der mich vor der Start-/Zielgeraden überholt hatte. Und was macht man in solch einem Fall? Man gibt natürlich Gas! Und das wurde auch vom Publikum bemerkt und ergab einen fürstlichen Adrenalinstoß, der mich dann 1 Sekunde vor dem besagten Konkurrenten beförderte. Ein Endspurt wie er in jedem Läufer-Bilderbuch steht 😀 Vor mir waren ebenfalls mit einer Sekunde zwei Athleten vom LT Stoppenburg aus Essen, denen ich dann fast noch reingerauscht bin dank Adrenalin- und Geschwindigkeitsüberschuss.

Innerhalb von 3 Sekunden kamen somit die Plätze 23, 24, 25 und 26 ins Ziel (Bzw. 13, 14, 15 und 16 in der AK Männer). Das hat der ganzen Veranstaltung natürlich dann die Krone aufgesetzt und ich bedankte mich natürlich beim anderen Läufer für das tolle Duell. Am Ende war ich dann auf Gesamtrang 25, bei den Männern auf Platz 15 mit einer Zeit von 00:30:57.

Leider gibt es aber auch schlechte Neuigkeiten bzw. eine ungewisse Zukunft des Laufs: Mit der Zechenschließung in 2018 ist momentan ungewiss, ob der jetzige Standort nach 20 Jahren weiterhin genutzt werden kann. Ich würde es mir wünschen, dass Bottrop eine solch fabelhafte Veranstaltung nicht verliert, sondern das sich alle Parteien einig werden können.

Für dieses Jahr ist es mein vorletzter Lauf, an Silvester werde ich dann nochmal meine Lieblingsdistanz mit 5 km in Bocholt angehen und schauen, ob ich meine Zeit vom CentrO-Lauf verbessern kann. Dann erscheint auch mein Jahresrückblick und Ziele für 2017.

Impressionen, Infos und Anmeldung gibt es unter:
http://www.adler-langlauf.de/?s=laufveranstaltungen&c=bottroper-herbstwaldlauf

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