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Internet of Things (IoT)

Wenn man vom Internet of Dings, äh Things redet, dann meint man damit die Vernetzung von Alltagsgegenständen an das Internet. Doch ist Fortschritt wirklich immer ein Fortschritt, oder bloß ein weiterer Meilenstein um uns noch gläserner zu machen?

Ich bin zwar ein sehr online affiner Mensch, aber irgendwann hört der Spaß für mich auf, z.B. wenn ich alles nur noch über mein Handy regeln kann. Muss ich Kameras, Heizung und meinen Kühlschrank vom Handy aus regeln? Generell ist es ja ein technologisches Meisterwerk was hier vollbracht wird, aber jedes System ist eben auch angreifbar.

Vor allem die Möglichkeit um Verbrauchsmaterial nachzubestellen, ist für mich noch mit zahlreichen Fragen verbunden: Wo werden meine Zahlungsdaten hinterlegt, ist es auch der günstigste Preis, wieso bestellt er automatisch etwas nach was ich eventuell doch nicht sofort benötige? Ich denke da z.B. an Kaffemaschinen außerhalb der geschäftlichen Himmelsphäre.

Auch das autonome Fahren ist natürlich eine sehr angenehme Idee für Pendler oder Vielfahrer. Einfach den Knopf auf den Autopiloten einstellen und „sich fahren lassen“. Eigentlich noch immer eine verrückte Vorstellung, aber Hersteller wie Tesla oder sogar Mercedes Benz (autonomer LKW) stellen momentan die Verkehrswelt auf den Kopf. Aber auch hier findet immer mehr Vernetzung statt. Wo werden also die Fahrdaten gespeichert? Jedes moderne Navigationssystem ist immer an. Ich kann mir vorstellen das man in der Zukunft hier auch noch Werbung eingeblendet bekommt, wenn man irgendwo vorbeifährt und ein Restaurant gerade einen Coupon im Umlauf hat. Big Data sei Dank.

Das gleiche kann aber einen eventuell auch bald am heimischen Kühlschrank passieren, wenn die Milch mal wieder einen neuen Tiefstand erreicht.

Die Frage ist: Wie angreifbar wollen wir uns machen? Gerade aktuelle Fälle wie das Hacken eines Krankenhaussystems zeigt doch, dass nicht alles ans Internet angebunden werden darf. Zumindest müssen Systeme so aufgebaut sein, dass sie unabhängig voneinander laufen und nicht komplett einstürzen bei einem Angriff.

Wenn es einen nächsten Weltkrieg geben wird, dann wird er wohl digital stattfinden.

Bild Copyright: Gustavo Molina, sxc.hu

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