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Meine Erfahrung mit eBay Kleinanzeigen

Jeder kennt es: Der Keller steht voll mit Gegenständen die man nicht wegwerfen möchte, aber wohl niemals mehr benötigt. Vor einigen Jahren wäre man dazu noch ganz klassisch auf den Flohmarkt gegangen, heute benutzt man Kleinanzeigenmärkte im Internet.

Und der wohl mit populärste lautet „ebay Kleinanzeigen“. Doch kann man wirklich seine ungeliebten Gegenstände online verkaufen? Vorab habe ich mal eine kurze Pro- und Kontra-Liste zusammengestellt:

Pro:

  • 50 Anzeigen/Monat sind kostenlos, danach wird eine Gebühr von 0,95 € erhoben
  • Die Laufzeit von einer Anzeige beträgt 60 Tage, danach kann man es sofort neu einstellen
  • Bis zu 20 Bilder können pro Anzeige hochgeladen werden
  • Festpreis-Angebote sind meistens ohne Verhandlungen
  • Einstellen und Verkaufen verlangt keine Gebühr oder Provision
  • Optional kann man seine Anzeige durch eine Gebühr hervorheben oder „nach oben schieben“
  • Einstellen ist einfach und schnell, Anzeigen sind sofort online (manchmal dauert es durch eine Prüfung etwas länger)

Kontra:

  • Viele „Letzte Preis“-Kontakte
  • Oft wird ein Artikel gemerkt, aber man wird nicht kontaktiert. Den Grund erfährt man nicht richtig
  • Kein Bewertungssystem, ein neuer Account ist schnell erstellt
  • Eher regional
  • Interessenten erscheinen oftmals nicht / antworten nicht mehr

Das habt ihr sicher schon zum Teil erwartet, daher gehe ich nochmal auf einzelne Punkte etwas genauer ein.

Letzte Preis

Da zerbricht man sich seinen Kopf was das alte Radio im Keller noch wert sein könnte, findet vergleichbare Geräte und setzt dann einen Festpreis. Und dann, kommt aus heiterem Himmel eine Nachricht von einem eBay-User mit dem Worst-Case-Szenario für jeden User auf Kleinanzeigenmärkten: „Was is letzte Preis“? Ja was ist denn der letzte Preis, steht er da nicht schon? Klar versucht jeder noch etwas zu handeln, aber irgendwann ist es auch mal gut.

Ich bin morgen da / ich überweise morgen

Gegenstände zu reservieren tut erstmal nicht weh, allerdings kann das schnell in Stress ausarten, wenn es viele Interessenten gibt und der Artikel reserviert ist. Deshalb sollte man auch keine Kompromisse machen und Artikel nur für eine bestimmte Zeit reservieren. Denn letztendlich wollt ihr ja Dinge loswerden.

Vorsicht, Betrüger sind auch hier

Nirgendwo ist man sicher – das sollte jeder verinnerlicht haben. Aber bei Anfragen die vorsehen einen Scheck zu erhalten, sollte man direkt ablehnen. Es wird vorgegaukelt das eine „Kontaktperson“ den Gegenstand abholt und man dann einen Scheck erhält zwecks Exportfirma. Interessante Theorie, in der Praxis aber nicht ganz so lustig. Wer seine Sachen verschenken möchte, kann das auch auf einfachere Art tun.

Und dann ist da noch eine Sache

In der Liste stehen natürlich nur die harten Fakten. Aber wer an dieser Stelle noch nicht eingeschlafen ist, der sollte jetzt seine Pupillen reaktivieren, hier kommt der ultimative Tipp warum man seinen Keller entrümpeln sollte: Wegen der Menschen.

Man lernt einfach viele interessante und lustige Menschen kennen. Da wäre der Mann der einen Schrank mit einer Sackkarre abgeholt hat und damit Bus fuhr, eine Frau die selber an Motoren geschraubt hatte und sich bestens mit Motoren auskannte (Hallo Emanzipation), der Mann der Kampfsport-Trainer war (ich habe in dem Moment kurz überlegt wie viel Kraft ich bei einem Angriff aufwenden müsste), oder auch die nette Grundschullehrerin 🙂

Aus Kijiji wurde eBay Kleinanzeigen

Random fact: Vor 2009 hieß das Portal noch „Kijiji.de“, welches 2009 in „ebay-kleinanzeigen.de“ umbenannt wurde.  Im Jahr 2004 hat ebay sich mit 28 Prozent am damaligen Portalbetreiber beteiligt, durch welches 2005 Kijiji entstand. Mehr kann man hier nachlesen.

Screenshot archive.org / kijiji.de 6.3.2009

Bild: Screenshot ebay-kleinanzeigen.de

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