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Neue Bestzeit beim CentrO-Lauf 2016

Heute erwartete mich ein besonders schöner Lauf: Der CentrO-Lauf in Oberhausen. Ich konnte mir vorab ein Bild von der Strecke machen, so habe ich dieses Mal keine Überraschungen im Wettkampf erlebt und konnte meine Kräfte einteilen. Denn hier gab es ein paar Treppen und auch Höhenmeter zu bezwingen.

Und gerade weil es doch eigentlich keine Strecke ist auf der man Bestzeiten laufen kann (Treppen, Höhenmeter, verwinkelte Laufabschnitte) war ich ziemlich überrascht als ich am Ende eine neue persönliche Bestzeit gelaufen bin. Schon beim Start wurde ich leider 100-200 Meter aufgehalten, da die Strecke an der Stelle nicht besonders breit war. Es läuft eben nie 100%ig perfekt. 22:59 bedeutete das am Ende Netto, mit 23:07 kam ich Brutto ins Ziel. Ich bin extrem glücklich über diese Zeit, die vorherige Bestzeit in Gladbeck konnte ich damit um 33 Sekunden schlagen, obwohl die Strecke dort für eine Bestzeit ausgelegt ist (kaum Höhenmeter, keine engen Verwinklungen, teils Tartanbahn).

Die Organisation

Am CentrO waren direkt vor dem Kino die Stände aufgebaut, wo man seine Garderobe abgeben konnte und seine Startnummer erhielt. Das lief auch alles problemlos und professionell ab. Auf diesem Event hatte man keine Möglichkeit seine Urkunde ausdrucken zu lassen, dafür konnte man aber für 3 € ein Foto vor Ort ausdrucken. Immerhin ein schöner Service. Auf der Strecke gab es eine Wasserstelle, reichte auch vollkommen aus für den Lauf. Neben dem 5km-Lauf gab es noch den 10km-Lauf und einen Schülerlauf. Die Strecke an sich war auch eindeutig gekennzeichnet und man konnte sich somit auch nicht verlaufen, einen Dank sollte man vor allem an die vielen Freiwilligen aussprechen.

Die Strecke

gasometer_centro_kanal

Das ist mitunter einer der schönsten Strecken die ich in diesem Jahr gelaufen bin. Vorbei am Hafen am CentrO, geht es ein paar Treppen entlang neben dem Rhein-Herne-Kanal, bis man über die Besucherbrücke auf die andere Seite läuft. Danach geht es ein langes Stück auf der anderen Seite direkt am Rhein-Herne-Kanal weiter, vorbei am Gasometer. Ein wirklich toller Anblick von der Brücke oben 🙂 Danach ging es ein Stück auf die B223 neben dem Verkehr und danach durch eine Wohnsiedlung mit tollen Häusern. Es gab wirklich viel zu bestaunen, auf ungefähr Kilometer 3 gab es auch Live-Musik. Das letzte Stück ging vorbei an der König-Pilsener-Arena, am Busbahnhof und dann die ganze Promenade am CentrO entlang. Eine wirklich abwechslungsreiche und tolle Strecke!

So war der Lauf

Das Wetter war recht kühl, der 5 km-Lauf fing um 10:30 Uhr an, es nieselte am Start leicht, während des Rennens hatte der Regen aber eine kurze Pause angelegt. Total nett vom Regen! Am Start versammelte sich die übliche Menschentraube, vorne natürlich die Top-Läufer aus den Vereinen. Nachdem ich beim Start etwas behindert wurde, was aufgrund der schmalen Strecke am Start geschuldet war, ging ich diesen Lauf mal etwas anders an um meine Kräfte aufzuteilen.

Vorbei am schönen Hafen, ging es dann wie schon erwähnt über eine Besucherbrücke zur anderen Seite des Rhein-Herne-Kanals. Da es eben auch naß war, musste man recht vorsichtig sein am Ende der Brücke, denn es ging auch noch über Lochgitter bis man dann unten war. Ich denke das ich sicher 20 Sekunden auf der Strecke verloren habe durch vorsichtiges Laufen. Am Start wurde ich auch ca. 15 Sekunden aufgehalten. Das ärgert mich aber nicht, denn es bestätigt ja nur das sich das ganze Training langsam lohnt. Ich freue mich daher schon auf den nächsten Lauf im Dezember, der wieder für Bestzeiten ausgelegt ist.

Aber zurück zum Lauf: Alle Läufer haben sich in meinem Umfeld vorbildlich verhalten, niemand hat abgekürzt oder hat Läufer aufgehalten, denn Abkürzungen waren schon ein paar vorhanden. Ich hatte zu meinem Glück immer jemanden direkt vor mir, quasi mein Pacemaker mit dem ich dann bis ins Ziel gelaufen bin. Am Ende hat er mich noch erwischt und einfach unverschämt das Tempo angezogen 😀 Aber das war ja auch nicht schlimm, ich laufe eben mein Tempo und will ja auch nur mich selbst herausfordern. Die CentrO-Promenade war sicher mit das Highlight, denn hier ging es ca. 400 Meter geradeaus, auf der man schon das Ziel sehen konnte. Ich musste wirklich mit mir kämpfen, wann ich denn meinen Sprint einlege. Ich entschied mich dafür am ersten Stück erstmal das Tempo anzuziehen, damit bloß niemand auf dumme Ideen kommt 🙂 Ungefähr 200 Meter vor der Ziellinie wurde es dann noch richtig schnell und ich konnte auch noch jemanden überholen.

Ich habe vor einiger Zeit einen Artikel von einem Läufer aus Amerika gelesen, der seinen Endspurt als „Shotgun“ bezeichnet, ich finde aktuell aber nicht mehr den Artikel. Jedenfalls legt er immer(!) auf den letzten Kilometer einen Endspurt ein und überrascht damit natürlich die vorderen Läufer, die darauf nicht vorbereitet sind. Wer am Ende noch sprinten kann, sollte sprinten! Und wenn man eben in der misslichen Lage ist von einem Sprinter überholt zu werden, lief man eben nicht schnell genug 😀

Es war jedenfalls ein Klasse Lauf und ich freue mich über die tolle Zeit. Nächstes Jahr aber bitte 20 Grad und leicht bewölkt, dass Läufer-Wetter schlechthin!

Infos: http://www.centrolauf.de

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