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Online Gamer – total 1337

Eine weitere Interessante Spezies der Internet-Bevölkerung sind Online Gamer. Sie sind jeden Tag online, aber nicht unbedingt am klassischen Rechner, sondern auch auf Spielekonsolen unterwegs. Grund genug, um mal nun auch mal die Gamer in Schubladen zu stecken und deren Verhalten zu analysieren.

Es geistern immer wieder Meldungen durch die Medien, dass durch „Ballerspiele“ Mörder herangezüchtet werden. Unsinn! Nur weil jemand FSK18-Spiele spielt, heißt dies ja noch lange nicht das er im realen Leben auch Autos wie bei GTA stiehlt. Das Zusammenspiel von vielen Faktoren spielt hier eine Rolle, aber dennoch sind Online-Gamer teilweise eine recht spezielle Gruppe von Menschen.

Tatsächlich sollen Gamer aber ein größeres Gehirn haben und de facto intelligenter sein. Diese Studie kam nicht von irgendwem, sondern vom Max-Planck Institut und auch der Berliner Charité. Studien hin, Studien her. Wenn ich mir aber meine eigene Erfahrung ansehe, komme ich zu diesem Ergebnis:

Der Intelligente: Ist mehr oder weniger ruhig, konzentriert sich auf die Fakten des Spiels und nimmt das Spiel komplett auseinander, um Thematik, Sachverhalt und Hintergrund genau zu analysieren und das beste Spielerlebenis zu bekommen. Hier kommt auch die Hardware ins Spiel (Headset, Kopfhörer, Controller) um das maximale herauszuholen. Bei Updates schaut er ganz genau ins Änderungsprotokoll hinein.

Der Cheater: Hat sehr wenig Lust das Spiel von Anfang bis Ende durchzuspielen und sucht daher immer nach Möglichkeiten um einen Vorteil aus dem Spiel herauszuholen. Mittels des Internets wird nach Möglichkeiten gesucht, um Schwachstellen des Spiels zu lokalisieren und auszunutzen.

Der Choleriker: Fühlt sich durch viele Dinge im Spielgeschehen persönlich angegriffen und versteht nicht, dass es eigentlich nur ein Spiel ist. Treffen persönliche Troll-Nachrichten ein, geht er an/durch die Decke und sucht jedes erdenkliche Wort in seinem Vokabular, um den Absender gebührend zu antworten. Hasst es, wenn andere Spieler besser sind.

Der Neue: Spielt ein Spiel für mehrere Stunden und kommt danach eigentlich immer noch nicht so recht klar. Und aufgrund dieser Tatsache landet das Spiel dann irgendwann in der Ecke, wo es nach Monaten wieder herausgeholt wird. Ein Teufelskreis.

Der beste Feind: Ist eigentlich ein guter Freund/Freundin und tut alles dafür, um das eigene Spielerlebnis zu boykottieren um sein sadistisches Bedürfnis ausleben zu können. Sprengt/schießt/überfahrt auch gerne mal eigene Verbündete aus Crews und Clans.

Nicht zu verwechseln mit:

Der Troll: Tut alles dafür um Spieler in den Wahnsinn zu treiben, nur mit dem Ziel sich aufzuregen. Eine hasserfüllte Nachricht an ihn ist die Bestätigung seines Tuns. Das beste Mittel gegen einen Spieler der übleren Art: Ignorieren, Server wechseln.

Der Betrunkene/Bekiffte: Hat eigentlich überhaupt keine Ahnung was er da gerade macht, die Sprache fällt bei ihm eigentlich komplett aus und er macht sich über allen und jeden lustig. Wird oft mit „Mute“ von anderen Mitspielern im Voicechat bestraft 😉

Der Versteckte: Hat zwar eine große Freundesliste, aber ist eigentlich zu 90% immer Offline unterwegs und man entdeckt ihn zufällig irgendwann in einem Spiel wieder.

Und last, but not least:

Der Süchtige: Hat mehrere tausend Kontopunkte, hunderte Spiele in seinem Verlauf, ist meistens Student oder After-Work-Gamer und schläft augenscheinlich nie.

Mitunter lassen sich diese Typen auch kombinieren. Ich habe aber z.B. noch nie einen intelligenten Choleriker im Online-Gaming entdeckt. Allerdings ist mir schon oft „Der Cheater“ aufgefallen, gepaart mit „Der Betrunkene/Bekiffte“, oder „Der Troll“.  Eine teuflische Kombination…

Bild Copyright: Matt Coleman, scx.hu

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