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Sinnlose Startups

Ehrgeiz hin oder her, manche Startups erscheinen mir schlichtweg sinnlos. Wenn ich mir dazu aktuelle Nachrichten durchlese, frage ich mich manchmal wo die Innovation bei manchen Gründern verloren gegangen ist.

Die Frage die ich mir persönlich immer stelle ist: Braucht man den 1.000sten „innovation“ Möbel-Onlineshop, benötigt man einen weiteren Lieferservice für Pizza und macht es Sinn, ein Startup zu hypen, was es sowieso nicht über die regionalen Grenzen schaffen kann? Wollen User nicht dort einkaufen, wo sie immer einkaufen? Benötigt man einen Assistenten, der einem per SMS sagt, wo es öffentliche Toiletten gibt? Wenn man mit einem Unternehmen doch rundherum zufrieden ist, dann brauch man doch auch nicht zu wechseln. Auch über den Preis kann man sich daher streiten. Bezahle ich jetzt 5 € weniger im Jahr für meinen Internetanbieter und bin nun in einem komplizierten Vertrag gefangen, oder zahle ich 5 € mehr und weiß das hier der Service deutlich besser ist als woanders?

Klar gibt es Kundengruppen die nur über den Preis gehen, dass eigene Ego kauft nämlich unbewusst oft beim Online-Shopping mit. Damit meine ich ja nun nicht hunderte von Euro Preisdifferenz, allerdings sind Centbeträge oftmals schon entscheidend in Preissuchmaschinen.

Auch die 100. Dating-App wird nicht „innovativ“ werden. Es herrscht immer Angebot und Nachfrage auf dem Markt. Problem hier: Kunde Single, Lösung: Kunde will Sex, Beziehung, Chatten, Freunde finden (Haha…). Immer das gleiche, aber durch neue Technologien wird uns immer wieder altes Essen aufgewärmt. Und was ist mit den ganzen Matching-Portalen die schon viel früher da waren? Ach stimmt, sind ja keine Apps. Also Neu.

Das wird natürlich auch etwas durch die nachfolgenden Generationen befeuert, die kannten nämlich diese Seiten nicht. Und jetzt macht es „Klick“ im Kopf. Marketing ist schon was tolles. Ich bin ein Freund von innovativen Ideen, die bodenständig sind. Etwas altbewährtes eben einfacher und moderner zu gestalten. Fangen wir mit der Steuererklärung an…

Und davon ab, überlebt auch nur eins von zwölf Startups das erste Geschäftsjahr (Link). Hier müssen natürlich diverse Fehlerquellen berücksichtigt werden, allerdings steht eines immer im Vordergrund: Die Idee.

Bild Copyright: Richard Dudley, SXC

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