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Welterbelauf Zollverein® Essen 2016 – Was ist mit dem Wetter los?

Momentan habe ich einige Wettkämpfe hintereinander geplant, so war heute der Welterbelauf an der Zeche Zollverein® in Essen. In der letzten Woche noch einen Höllenritt beim Tetraeder Treppenlauf im Regen erlebt, so war es heute dafür extrem warm. 29 Grad bei 33% Luftfeuchtigkeit (lt. Runtastic) haben in mir den Erwachsenen geweckt: Lauf langsamer!

Die Strecke

Die Strecke geht beim 5-Kilometerlauf zwei Runden um eine ausgewählte Strecke an der Zeche Zollverein® vorbei. Eine wirklich wunderschöne Strecke, die ich gleich ins Herz geschlossen habe. Die Strecke ist schnell, es sind kaum Höhenmeter vorhanden und reichlich besucht. Da macht Laufen gleich doppelt Spaß, wenn man so angefeuert wird. Wer neben Adrenalin noch Gänsehaut abholen will, der ist hier sicher richtig. Weiter wurden noch einige kleine Läufe für Bambinis und Schüler angeboten, zuletzt gab es den 10-Kilometerlauf.

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Noch nie gesehen habe ich einen vorausfahrenden Smart, der quasi als „Safety-Car“ fungierte. Ausgestattet mit Kameras fuhr er vor den Trupp Fahrradfahrer, die dann die Läufer begleitet haben. Sehr witzig! Die Strecke war sehr gut ausgeschildert, am Ende der zwei Runden musste man anstatt rechts aber links abbiegen! Ganz wichtig – ich weiß nicht mehr genau ob die rechte Kurve dann abgesperrt wurde, aber ich denke schon. So kam es auf jedenfall zu keiner Verwirrung beim Laufen.

Die Organisation

Auch hier habe ich wieder kaum etwas zu bemängeln, ich habe meine Startnummer mit ein paar schönen Giveaways bekommen (u.a. ein tolles atmungsaktives Funktionsshirt vom Welterbelauf, einen Urkundenvordruck, Tasche usw.) die ich dann nach ein paar mal vorbeilaufen endlich an der Garderobe zwischenlagern konnte. Es mag sicher an der Hitze gelegen haben, ich glaube da schaltet mein Gehirn manchmal auf „verwirrt“.

Auf der „Fressmeile“ gab es alles was das Nicht-Sportler-Herz begehert: Currywurst, Pommes, Bier. Nach dem Lauf habe ich mir aber auch eine Pommes gegönnt, ich denke das ist vertretbar nach so einer Hitzeschlacht. Getränke und Obst waren in einem eigenem Läuferbereich zahlreich vorhanden. Dafür ein Lob! Sogar Massagen wurden hier angeboten.

Kein Lob gibt es allerdings für die Startzeit. Einen 5-Kilometerlauf um 15:15 starten zu lassen, den 10-Kilometerlauf aber um 17:30 Uhr finde ich etwas unfair den Läufern gegenüber. Es war um 17:30 Uhr sicher auch noch warm genug, aber beim ersten Lauf schlug die Sonne einem förmlich ins Gesicht.

Und so war der Lauf

Da ich ja beim Innenhafenlauf in Duisburg einige Erfahrungen mitnehmen konnte bzgl. Hitze, war ich vor dem Lauf schon etwas nervös, ich wollte doch nicht schon wieder so eine schlechte Zeit laufen. Ich weiß, dabei sein ist alles, aber im Hinterkopf ist immer eine Zeit die man verbessern möchte. Und das ich heute keine persönliche Bestzeit laufen werde, war mir bei diesen Temperaturen klar. Diesmal machte ich aber einige Fehler nicht, die mich beim Innenhafenlauf frustiert hatten. Ich hatte mich nach der Aufwärmphase in der knallenden Sonne gleich recht weit vorne hingestellt und kam dann auch mehr oder weniger gut weg.

Sehr cool war am Start die Konfetti-Kanone, das empfand ich richtig motivierend und war sicher auch toll für die Zuschauer. Eine Getränkestation gab es an der Strecke die man bei der Hitze aber auch mitnehmen sollte, einfach nur um sich das Wasser ins Gesicht zu schütten. Macht es, nicht nur bei den langen Läufen.

Die erste Runde lief noch recht gut, ich merkte aber schnell das ich „langsamer“ laufen sollte als mir eigentlich recht ist. Ich habe dann in der zweiten Runde es auch etwas langsamer angehen lassen und dachte, jetzt laufe ich sicher eine Zeit jenseits von 30 Minuten. Die letzte Runde zog sich wie Kaugummi und die Hitze war wirklich sehr anstrengend für mich. Wie ich schon mal schrieb, ich hasse einfach wenn die Sonne einen so ins Gesicht schlägt. Da war selbst der Regen letzte Woche beim Treppenlauf noch besser 😀

Aber trotz der Hitze habe ich am Ende wieder meinen Sprint hinbekommen, ich glaube es einfach manchmal nicht das man immer noch Energiereserven aus der hintersten Ecke des Körpers locken kann wenn man etwas Adrenalin in die „Backmischung“ schüttet. Am Ende waren es dann 24:10 netto für die zwei Runden, was ich aber auch erst Zuhause erfahren habe. Ich bin überaus glücklich mit der Zeit, weil ich ja eine ähnliche Vergleichszeit besitze und damit überhaupt nicht gerechnet habe.

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Im Ziel gab es dann noch eine tolle Finisher-Medaille und war direkt am Getränkestand. Ja, dass hat mir Spaß gemacht und ich hoffe das im nächsten Jahr die Sonne kurz eine Pause einlegt. Sehr cool fand ich mal wieder die ganzen Läufer und den gegenseitigen Respekt den man anderen zeigt. Ob es der Herr war der mir am Start die Hand gegeben hat, oder dem Läufer am Ende welchen ich zunächst beglückwunschte – das macht einfach Spaß! Jeder läuft eben gegen sich bei solchen Läufen und jeder der eine Verbesserung (egal in welcher Form) erkennen kann, macht alles richtig.

Weitere Infos zum Lauf gibt es unter http://www.welterbelauf-zollverein.de/, 2017 werde ich wieder antreten!

Fotos: Kevin Voigt

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