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Wir werden immer fauler!

Zunächst wünsch ich euch ein erfolgreiches 2017! Am Anfang jeden Jahres wiederholen sich immer die gleichen Rituale: Die Menschen nehmen sich etwas für das neue Jahr vor. Man bemerkt es meistens in Sporthallen, wenn plötzlich alles voll ist und nach 2 Wochen alle guten Vorsätze über Bord geworfen wurden.

Worauf ich aber eigentlich hinaus will: Die Menschheit wird durch neue Technologien immer fauler, dicker und dadurch leichter krank. Anstatt die Treppe zu nehmen ist ja auch ein Fahrstuhl daneben, also warum nicht diesen nutzen? Ist ja bequemer. Ich könnte die Beispiele noch weiter fortführen: Roboter-Rasenmäher, autonome Fahrzeuge, ja auch Online Shops sind bequem. Hier existiert mittlerweile für jedes Problem eine Lösung. Bügeln? Och ne, ich lass mir lieber meine Schmutzwäsche abholen, die wird dann direkt mitgebügelt. Klar, es gibt natürlich viele Fälle wo so ein Service Zeit sparen kann. Aber würde man wirklich mal jeden Service benutzen, so wird sogar die Stadt überflüssig. Selbst Banking geht heute so einfach, dass man noch nichtmal mehr eine Filiale benötigt. Es ist nämlich so: Die Faulheit macht unsere Innenstädte leer – mit Faulheit entsteht de facto ein Dominoeffekt. Ich finde es erschreckend, wenn ich in jeder Stadt immer den gleichen Modehersteller sehe, den gleichen Supermarkt und das gleiche Fa(s)t-Food-Restaurant. Wo ist denn da noch das inhaltliche Alleinstellungsmerkmal? Aber zurück zum Thema.

Früher war (fast) alles besser

Auch wenn der Vergleich etwas hinkt, so haben sich die Menschen vor 40-50 Jahren mehr bewegt: Man ist mit dem Fahrrad zur Arbeit, zum Supermarkt und hat auch noch Kohlen in den Keller geschaufelt. Zumindest im Ruhrpott 🙂 Heute fahren die meisten Menschen mit dem Auto zur Arbeit und bekommen das Gas direkt aus der Schnittstelle der Straße.

Rund 67% der Männer1 und 53% der Frauen1 sind in Deutschland übergewichtig. Die sportlich Aktiven sind hingegen in den letzten 10 Jahren deutlich gestiegen2. Das bestätigt ja nur den technologischen Fortschritt: Überall wo uns Arbeit abgenommen wird, sparen wir an Bewegung. Kurz: Es macht uns langfristig krank.

Und das Ende der Geschichte

Wenn wir nicht alle etwas dafür tun um gesund zu bleiben, müssen wir im Alter mit den Konsequenzen rechnen. Ich sage ja auch nicht damit, dass ich Technologie hasse, aber ich bin auch ein Fan von Klassikern. Ich werde mir auch niemals im Leben eine Smartwatch kaufen, lieber ziehe ich jeden morgen meine Uhr noch selbst auf, weil es auch etwas mit Geschichte und Erinnerungen verbindet. Think about it!

1: DEGS1-Symposium: Übergewicht und Adipositas in Deutschland: Werden wir immer dicker? (2012, PDF, 716KB)
2: DEGS1-Symposium: Körperliche Aktivität – wie aktiv sind die Deutschen? (2012, PDF, 357KB)

Bildquelle: Sxc.hu, User wutd

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